Parlament macht Weg für Verhandlungen über digitalen Euro frei
Das Europäische Parlament kann in die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über den digitalen Euro und den Schutz des Bargelds eintreten. Das Plenum hat die Verhandlungsmandate mit Mehrheit bestätigt. Damit können nun die Trilogverhandlungen zwischen Europäischem Parlament, Rat und EU-Kommission über die endgültige Ausgestaltung des digitalen Euro und der Bargeld-Verordnung beginnen. Laut der Europäischen Zentralbank soll der digitale Euro zum 1. Januar 2029 starten.
Matthias Ecke, Sprecher für Steuer- und Finanzpolitik der Europa-SPD:
„Europa darf seinen Zahlungsverkehr nicht länger anderen überlassen. Wer wirtschaftliche Souveränität ernst meint, muss auch dafür sorgen, dass Europa beim digitalen Bezahlen auf eigenen Beinen steht. Dass das Parlament nun in die Verhandlungen eintreten kann, ist deshalb ein wichtiger Schritt.
Der digitale Euro soll den Menschen eine kostenlose, sichere und europäische Alternative zu den heute dominierenden US-Zahlungsdiensten bieten. Dabei haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten durchgesetzt, dass Datenschutz und Privatsphäre gestärkt werden und der digitale Euro als öffentliches Zahlungsmittel nicht vom Erfolg privater Bezahlsysteme abhängig gemacht wird.
Gleichzeitig treiben wir im Parlament den Schutz des Bargelds voran. Mit einer eigenen Bargeld-Verordnung wollen wir sicherstellen, dass Bargeld auch künftig flächendeckend akzeptiert wird.“