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„Ursachen von Armut bekämpfen“

EU-Parlament fordert Maßnahmen-Paket

Über 93 Millionen Europäer:innen waren 2024 von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht – darunter fast 20 Millionen Kinder. Die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament fordert daher eine ambitionierte und wirksame EU-Strategie zur Armutsbekämpfung, die strukturelle Ursachen adressiert und messbare Verbesserungen bringt. Das EU-Parlament hat die Vorschläge heute verabschiedet. Die EU-Kommission hat zugesagt, im ersten Halbjahr diesen Jahres ein Maßnahmen-Paket vorzulegen.

Gaby Bischoff, stellvertretende Vorsitzende der S&D-Fraktion:

„Armut in Europa betrifft Millionen arbeitender Menschen und besonders viele Kinder. Wer Armut wirksam bekämpfen will, muss an die Ursachen gehen: an unsichere Arbeit, niedrige Löhne, fehlenden sozialen Schutz und ungleiche Chancen. Europa ist mehr als ein Markt – neben all den Diskussionen über Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau darf dieses Parlament niemals den sozialen Zusammenhalt in unseren Gesellschaften aus dem Blick verlieren.

In Bezug auf die Verhandlungen über den langfristigen EU-Haushalt fordern wir Sozialdemokrat:innen gezielte soziale Investitionen, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Milliarden Euro für eine Europäische Kindergarantie gegen Armut.

Es ist ein wichtiger Schritt, dass die Kommission 2026 erstmals eine EU-Strategie zur Armutsbekämpfung vorlegen wird. Wir erwarten aber auch, dass die Strategie dem Ziel der Kommissionspräsidentin gerecht wird, Armut bis 2050 in Europa zu beenden. Der verabschiedete Parlamentsbericht greift viele unserer zentralen Forderungen für die Strategie auf.“

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