EU will Cybersicherheit stärken
Mit den Vorschlägen der EU- Kommission für ein überarbeitetes Cybersicherheitsgesetz will die Behörde die Infrastruktur in den 27 Mitgliedstaaten unabhängiger von Drittstaaten machen. Der Entwurf, der heute in Straßburg vorgestellt werden soll, schließt ausländische Anbieter von der zentralen Kommunikations‑ und Koordinationsinfrastruktur der EU‑Cyberabwehr aus.
Mit dem Rechtsakt zur Cybersicherheit soll außerdem die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) weiter gestärkt und ein Rahmen für die Cybersicherheitszertifizierung von Produkten und Dienstleistungen ausgebaut werden.
Jens Geier, Mitglied im Industrieausschuss:
„Der Cybersecurity Act muss in der EU für ein höchstmögliches Sicherheitsniveau von Netzen und Informationssystemen sorgen. Heute geht es nicht mehr nur um wirtschaftliche Schäden und Datenklau, sondern um die Widerstandsfähigkeit gegen gezielte Sabotage von kritischer Infrastruktur wie Kommunikationseinrichtungen, Energieversorgung und Krankenhäuser. Der Cybersecurity Act muss ein Mittel der Verteidigung der EU im Cyberspace sein. Die angespannte geopolitische Lage treibt uns dazu an, auf jeglicher Ebene weniger verwundbar zu sein.“
Ausblick: Als nächstes werden sich die zuständigen Ausschüsse des EU-Parlaments, vornehmlich der Industrieausschuss, mit den Vorschlägen befassen und eine Position abstimmen.